Gemeinde Seevetal

Geschichte Seevetals

Geschichtliche Entwicklung

Durch das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Harburg vom 23. Juni 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Beckedorf, Bullenhausen, Emmelndorf, Fleestedt, Glüsingen, Groß-Moor, Helmstorf, Hittfeld, Hörsten, Holtorfsloh, Horst, Klein-Moor, Lindhorst, Maschen, Meckelfeld, Metzendorf, Ohlendorf, Over, und Ramelsloh mit Wirkung vom 1. Juli 1972 zur Einheitsgemeinde Seevetal zusammengeschlossen. Einige dieser Altgemeinden können auf eine mehr als 1000-jährige Geschichte zurückblicken: Ramelsloh wurde bereits im Jahre 845 zuerst urkundlich erwähnt und hat 1995 sein 1150-jähriges Bestehen begangen. Die Feldsteinkirche St. Mauritius in Hittfeld wurde im 12. Jahrhundert errichtet.

Der starke Bevölkerungsdruck, dem Seevetal seit der Gebietsreform 1972 über viele Jahre ausgesetzt war, forderte die Gemeinde Seevetal dazu heraus, zwei Handlungsprinzipien kommunalen Wirkens aufeinander abzustimmen: den Erhalt landschaftlicher Gegebenheiten und die Schaffung einer entsprechenden und guten Infrastruktur. Schwierigkeiten entstanden dabei eher beim Erhalt der Landschaft, die durch das Netz der Bundesautobahnen, der Fernverkehrsstrecken der Bahn und nicht zuletzt durch den Bau des Rangierbahnhofes in Maschen – der größte in Europa – bereits nachhaltig beeinflusst wurde.

Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 10.514 ha und gliedert sich etwa je zur Hälfte in Marsch- und Geestlandschaft. Zur Zeit werden ca. 7.500 ha als Flächen für Land- und Forstwirtschaft genutzt.

Sieben wertvolle Landschaftsteile wurden unter Schutz gestellt, dazu gehört auch die Untere Seeveniederung zwischen Hörsten und Over.

Das schon genannte Netz von Bundesautobahnen ermöglicht den Seevetaler Bürgern einen direkten Zugang zum gesamten norddeutschen Raum, was besonders für die Gewerbebetriebe in den verschiedenen Seevetaler Gemeindeteilen ein großer Vorteil ist. Auch untereinander sind die Siedlungsschwerpunkte Meckelfeld, Maschen, Hittfeld, Fleestedt sowie Ramelsloh/Ohlendorf durch einen leistungsfähigen Ring von Landes-, Kreis- und innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen verbunden. Rund 14.000 Seevetalerinnen und Seevetaler haben ihren Arbeitsplatz außerhalb der Gemeinde – überwiegend in Hamburg. Etwa 5.000 Beschäftigte aus anderen Gemeinden arbeiten in Seevetal. Um diesem Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, hat Seevetal bereits vor 20 Jahren Verträge mit dem Hamburger Verkehrsverbund über zusätzliche Bus- und Bahnverbindungen abgeschlossen und sich an der Finanzierung beteiligt. Mit diesem HVV-Tarif sind seitdem Fahrgäste aus Seevetal in die Lage versetzt worden, zum gleichen Preis zu fahren, wie Bürger aus Hamburg. Dass dieses Angebot auch für Nutzer aus den Nachbargemeinden interessant ist, liegt nahe; die immer wieder erweiterten Park+Ride-Plätze an den drei Bahnhöfen Hittfeld, Maschen und Meckelfeld erfreuen sich großer Beliebtheit.

Ergänzt wird der ÖPNV durch das vor einigen Jahren eingeführte Anruf-Sammel-Taxi-System, das vor allem eine wesentliche Verbesserung des bestehenden Bus- und Bahnangebotes ist und jährlich von ca. 10.000 Fahrgästen genutzt wird. Zwischenzeitlich können Fahrten mit dem Anruf-Sammel-Taxi auch über die Gemeindegrenzen hinaus durchgeführt werden.

Mehr als 170 AST-Haltestellen befinden sich im Gemeindegebiet, die so eingerichtet wurden, dass keine weiter als 300 m von der Wohnung des jeweiligen Nutzers entfernt ist.

Das schulische Angebot in der Gemeinde Seevetal verteilt sich in den Gemeindeteilen auf fünf Grund- und zwei Hauptschulen. In der Trägerschaft des Landkreises befinden sich zwei Gymnasien und zwei Realschulen.

In der ländlichen Umgebung liegt für viele der rund 40.000 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Seevetal ein besonderer Reiz des Wohnens. Sowohl die Gebiete zur Naherholung als auch die verkehrsgünstige Anbindung der Gemeinde bieten viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung: Seen in Meckelfeld und Maschen, Hallenbäder in Over und Hittfeld sowie ein Freibad in Hittfeld.

Weitere öffentliche Einrichtungen wie die Zentralbücherei in Meckelfeld mit Büchereien in den Gemeindeteilen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Seniorentreffs stehen allen Einwohnern Seevetals offen.

Ebenso fördert die Gemeinde Seevetal seit vielen Jahren kontinuierlich die örtlichen Vereine und trägt auch in diesen Bereichen durch Turnhallen- und Sportstättenbau dazu bei, dass in über 100 Vereinen jedermann seinen Neigungen nachgehen kann. Gerade auch das Vereinswesen hat bisher entscheidend dazu beigetragen, Neubürgern die Integration zu erleichtern.

Im Landesraumordnungsplan ist die Gemeinde Seevetal als Mittelzentrum ausgewiesen, d.h. dass Einrichtungen, die über eine Grundversorgung hinausgehen, vorhanden sind. Neben einem reichhaltigen Angebot für alle Dinge des täglichen Lebens ist auch die ärztliche- und fachärztliche Versorgung in Seevetal gesichert.

Das Wappen von Seevetal

Der grüne Wappengrund symbolisiert das grüne Tal, durch das die Seeve fließt, die als waagerechter Wellenbalken dargestellt ist. Der Löwe im oberen Teil des Wappens ist dem Denkmal Heinrich des Löwen in Braunschweig entliehen.

Heinrich dem Löwen gehörte im 11./12. Jahrhundert ein Hof in Hittfeld. Damit wird an die mehr als 1000-jährige Vergangenheit einiger Gemeindeteile erinnert. Der Mühlstein weist auf die früher zahlreich vorhandenen Wind- und Wassermühlen hin. Die 19 Segmente des Steines symbolisieren die ehemals 19 selbständigen Gemeinden.

 

                               Niedersachsen – Wappen

 1952 einigte sich niedersächsische Landtag in Hannover auf das Sachsenross als Wappentier und Landessiegel für das 1946 gegründete Bundesland Niedersachsen.
Fotos aus Google Chrome DEW

 

Dieser Beitrag wurde unter 02 - Einleitung / Inhalt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.