„Lever Feste fiern, at feste arbei’n !“

„Lever Feste fiern, at feste arbei’n !“

( Een Spruch vun A. Scharfenberg Klosterkroog )

De Feste vun 1950 bet in de 70er Johrn wörn schon watt Besunners. In fief Wirtschaften mit veer Saals wärn de Festen goot verdeelt.

Aber nu to de Festen in Ramßel, hier nun ein lütten Überblick:

Fangt wi mit Wiehnachen an. Fröher is hier Wiehnachtsball wesen bi Rabens oder ok bi Scharfenberg.  De Silvesterball is nich regelmäßig wesen.

Wichtiger wär ober de Vörfreid up dat Faslamsfest. Besunners för de jungen Lüüd. So an de drei Daag  güng dat bilütten. Ober nich nur de Jungen, ok de Oolen wörn noch mit dorbi. Mit Skat an Freidag füng dat öft an und mit de Inkel an Sünndag to de Kinnermaskerad un Danz. Sünnabend wär denn ja noch de groote Maskerad, so richtig mit Kostüm und so, een Gaudi för sick. Sünnabend, so af de Mittagstied güng man vun Huus to Huus und hät schnoort mit veel Gesang und Musik. An Sünndag wär dennoch de Buddel söcht und meist ok funnen. An Mondag hät man dat Geschnoorte an Eier und Wust, aber ok nicht wenig Köm un Bee, verteehrt.

Denn wär eistmal Ruhe bet na Ostern tau.

Ostern

Traditionell wör de Osterball in de Regel in Mencks Gasthuus an de Seev veranstallt.

De jungen Lüüd (de Konfirmierten) sünd nu an de Reeg kommen und müssen dat Osterfüer herrichten. Eist vor- und löter achtern Ulenbarg, denn so güng dat na de Seev, an dan olen Sportplatz. Veer Eckpöhl und een Mittelmast mit een Kömbuddel boben anbunnen. Düssen schüll man sick angeln wenn he kippen dä ! Öft hät dat Arger geben mit de Harmstöper Jungs, de wulln dan Barg denn schon vöher affackeln. De Ramßler hebbt sogor Brandwachen insetten müsst.   Hüüt mokt dat de Füerwehr und freit sick meist öber ~ 500 Besökers de dor denn Beer, Grog, Wust un Pommes verköpt.

Pingsten

 Nu käm schon de Vörgeschack up dat Schützenfest in August. Bi Scharfenberg up dan Schoolhoff hät meistjedes Johr een Kettenfleeger oder een Luftschaukel upschlaan, vun de Firma Dieckmann ut de Kreisstadt. Anni Eilenberger hät denn bi schönet Weer, de Icemaschien bi Scharfenberg up dan Saal anschmeten und denn künn Sommer komm‘n, ok för uns Kinner.

Ein groodes Fest to Pingsten wär aber een Sportereignis up dan Saal von Hans Dörels. De MTV tohoop mit de Eilbecker Turnerschaft hebbt een Schauturnen veranstalt mit anschl. Sportlerball.

De Eilbecker harn daumals dat Jugendheim in Ohlendörp köft und dor ok ehr Sommerlager för de Kinner und Jugendlichen hat. Mit dan Speelmannszug hebbt wi de Turners denn ok bi de Autobahnbrüch afhohlt un bet up dan Saal bröcht. Hier hät de MTV sien‘ Turnhalle hat. All‘ns watt de MTV daumals an Gerätschaft upbaun künn, is vorzeicht worn, sogor een grodet Reck. Namen wie Ernst Grahle, G. Jupien und G. Jerate und Wolfg. Engelhard, löter denn Helmut Rieckmann und E. Kühne möt uptellt warn. Een Riesenwell künn sogor Herbert Schulze vun de Eilbecker zeigen.

Erich Eddelbüttel, Hans-Werner Danowski und Herbert Weiß hebbt dan Speelmannszug up de Bühne derigiert. De Kinner hebbt Bodenturnen mit Pesen Willi mokt und de Deerns und jungen Frauns hebbt gymnastische Übungen vörzeigt. För de Eilbecker wär denn Gerda Hofmann und Herbert Schultz taustännig.

Bernhard Pauls, Hermann Hartig, Alfred Prawitt und Heinzi Benthack müssen bi dat Dischtennis gegen de Hambörger ehr Künnen bewiesen. Wolfgang Dürre, Heinrich Deumann und een paar Dörpsprominente hebbt de Siegerehrung vörnommen und Abends wär denn een traditionellen Sportlerball.

Sowiet to Pingsten:

Nu geiht dat ober mit grode Schritten in Richtung Schützenfest

siehe Beitrag: Schützenfest is nu in Dörp

 

 

 

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