MTV – Neubeginn nach 1945

MTV Ramelsloh der Neubeginn nach 1945

 Schon im Frühjahr 1946 fanden sich 16 sportwillige Ramelsloher und erinnerten sich an den „ruhenden Männerturnverein“. Die Umstände der Zeit, verbunden mit viel Unverständnis für sportliche Aktivitäten, bereiteten den Sportlern nach dem Krieg besondere Schwierigkeiten.

Unser „Mann der ersten Stunde“ war also Lothar Esch, der aus beruflichen Gründen sein Amt im März 1947 an Richard Eddelbüttel abgab. Der Verein hatte im ersten Jahr nach dem Neuanfang bereits wieder 194 Mitglieder. Richard Eddelbüttel organisierte den Spielmannszug und das erste Sommerfest an der Seeve. Später wurden daraus die Schützenfeste. Als neue Sportarten wurden 1947 Schach und 1948 Tischtennis aufgenommen und brachten viele neue Freunde zum MTV.

Zunächst wurde, was man auch während des Krieges tat, Fußball gespielt. Die Damen hatten eine schlagkräftige Handballmannschaft zusammengestellt, die den ganzen Landkreis bereiste. Diese Spielbegeisterung kam aus der Schulzeit, wo hauptsächlich Völkerball und Feldhandball gespielt wurde. Der „Sportplatz am Sandberg“ auf dem Grundstück von Heinrich Maack war in dieser Zeit, aber auch schon vor dem Krieg, das Betätigungsfeld. Auf diesem „Heide-Sand“ wurde bereits in den dreißiger Jahren Faustball gespielt.

In den 50ger Jahren waren die Schulhöfe unsere Kampfstätten auf festem Sand war die 50 m Bahn und mit einem Stock schrieb man die Weiten für den Schlagballwurf. Unsere Sprunggrube war eine umfunktionierte Sandkiste auf dem heutigen Grundstück von Bodo Rick. Sensengemähte Anlaufbahn so begann unsere Sommersaison mit der Vorbereitung auf die Bundesjugendspiele. Eine Stoppzeit wurde gemessen die zweiten bis fünften  Plätze geschätzt. Diese Zustände herrschten auch in Ohlendorf und so entschieden Herr Grethe und Herr Kage mit dem Rad nach Brackel zu fahren um dort die gepflegten Sportstätten zu nutzen. Es gab kleine und große Urkunden die Zeiten und Weiten korrekt aufgeführt. Gemeinsame Sportfeste mit Hanstedt, Marxen, Brackel und Ramelsloh waren der Renner in den 70ger und 80ger Jahren. Die Leichtathletik-Gemeinschaften wurden zu Stützpunkten organisiert und so wurden die gemeinsamen Feste immer weniger. Heute sind die Vereine als Anbieter von Sportabzeichen gefragt und aktiv. So ändern sich die Zeiten, aber „Dabeisein war und ist Alles“!

IPR

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