„Smääs Hoff“ / „Langer Jammer“

„Smääs Hoff“ / „Langer Jammer“

„Smääs Hoff“  Nr. 15

„Smees oder Smääs Hoff“ Der Hofname deutet auf dieTätigkeit seiner Bewohner hin. Es ist der Schmied. Namendlich wird 1430 Lemeke der Scmed angegeben. Heute befindet sich heir das kombinierte Feuerwehr und Schützenhaus.

„Langer Jammer“ Hof Nr. 14

genannt Cohrs. Hier könnte dasWohnhaus des Gemeindekuhhirten gewesen sein. Das Haus wurde im Volksmund „Langer Jammer “ genannt. Es stand auf dem Grundstück der heutigen Breiten Staße 25-27 und musste beim Neubau auf amtlichen Befehl 1967 abgerissen werden.   (H.D.)

Originaltext Hanna Dittmer

Hof 14 genannt Cohrs und Hof 15 genannt Smees.

„Soltausche Hoff“ ist ca. 1909 abgebrochen worden, das Häuslingshaus „Langer Jammer“ gegenüber blieb bestehen.

Mit dem Namen Smääs verbindet man in Ramelsloh das Gasthaus „Zur Seeve“ am Ortsrand in Richtung Harmstorf. Der Smääs-Hoff bestand 1833 aus zwei Kötnerhöfen. Der von Christian Soltau und der von Christoph Soltau. Zusammen waren die beiden Hofstellen ursprünglich in der Dorfmitte als ein Halbhof geführt. Der eine Hof befand sich dort, wo heute das Schützen- und Feuerwehrhaus steht. Der andere lag genau gegenüber auf der anderen Seite der Breiten Straße.

Die Hoferbin Hermine (Toni) Soltau baute mit ihrem Mann Fritz Menck außerhalb des Dorfes ein neues Haus. Das Gasthaus „Zur Seeve“. Schon Jahre vorher hatten sie dort einen Schießstand und einen Saal errichten lassen. Neben dem Gasthaus wurde auch noch Landwirtschaft betrieben.  1909 bezogen sie das neue Haus. Das alte Wohnhaus mit Stall und Scheune in der Ortsmitte wurde abgerissen. Nur das Haus auf der anderen Straßenseite blieb erhalten. Vielen ist es noch als „Langer Jammer“ bekannt. Fahrende Gesellen aus Hamburg nutzten es als Wochenendunterkunft. Auf alten Postkarten wird es auch „Heidjer-Heim Ramelsloh“ genannt. Damals betrieb Max Knubbert in dem Gebäude eine Klempnerei.

übernommen von Jörg Gennert

Bild von „G.Blumenthal 1947 oder  1944“  Original hing bei Scharfenberg im Clubzimmer

 

 

 

 

 

                         Über den „Langen Jammer“     

>> siehe auch  unter 07-Ortsbilder  >> „Langer Jammer“ Bildfolge

Der „Lange Jammer“ gehörte nach Aussage des Heimatforschers Walter Schwarzkopf zu den ältesten Gebäuden im Landkreis Harburg. Als er abgerissen wurde 1967. Die damalige Besitzerin Antonie Rühmann schätzte das Haus nach Angaben ihrer Urgroßmutter (1902 verstorben) weit über 250 Jahre alt sein muss.

Ein Legende die sich mit dem Alter beschäftigt, so W. Schwarzkopf, besagt, als die Arche Noah durch das norddeutsche Tiefland zog, blieb sie in den Dünen zwischen Ramelsloh und Ohlendorf stecken und zerbrach. Eine Hälfte trieb nach Ramelsloh und blieb dort als „Langer Jammer“ dort liegen. Es war die Hälfte wo die Elefanten untergebracht waren. Wozu sonst das große, später zugemauerte Tor auf der einen Seite? Die zweite Hälfte der Arche kam in Thieshope an Land. In ihr befand sich vor allem Vieh: ganze Herden. Daher auch der plattdeutsche Name „Herrenkaben“ (Herdenstall) für Thieshope.

Der „Lange Jammer“ war ursprüglich ein Häuslingshaus mit 4 Wohnungen, dort wohnten stets arme Leute. So hatte Pastor Freund beim Antrittsbesuch einem alten Ehepaar dort ein paar warme Hemden mitgebracht.  „Ach Herr Pastor dat is nix för de Flöh“, war die ablehnende Geeste der Leute.

Nach 1910 kamen in dieses Haus viele Handwerksburschen zur Übernachtung. Später als Jugendherberge  und Begegnungsstätte für Schüler des Wilhelmsburger Gymnasiums. Dann wurde es als „Heidjerheim“ für Heidewanderer benutzt. Ein alter „Heidjer“ war dann „Max Knuppert“, er richtete sich dort häuslich ein und hatte lange eine Klempnerei dort. Im Westflügel wohnte sehr lange noch Herta Haw, die sich immer sehr wohl fühlte in diesem alten und kalten Gebäude.

Zusammengestellt von Ingo Pape

 

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