„Stoffs Hoff“ Haus von Norbert Kiehne

„Stoffs Hoff“ Haus von Norbert Kiehne Enge Straße 2

Einfach wäre es, bei Stoffers an Stoff (eines Schneiders) zu denken. Auch eine Kürzung des Namens Christoph kann darauf hinweisen. Ein Christoph von Bremen, Herzog von Braunschweig und Lüneburg sowie Administrator zu Verden, war als Erzbischof auch für die Stiftskirche der Patronatsherr. War dies das Haus des Erzbischofs, wenn er in Ramelsloh weilte?

Originaltext von Hanna Dittmer

 

Im Jahre 1660 ist als Hofbesitzer ein Hein Beecken verzeichnet. Der Name Beecken ist damals auf vielen Ramelsloher Höfen zu finden. Der Hofname „Stoffs“ ist eine Ableitung des Namens Stoffers.

Über 280 Jahre waren die Beeckens auf dem Stoffs-Hof in der Engen Straße in Ramelsloh. Die Ehefrauen der Hoferben kamen fast immer aus anderen Orten, was damals in Ramelsloh nicht üblich war. Bis Johann Peter Beecken im Jahre 1786 Magdalene Elisabeth Menken vom Jaspers-Hof in Ramelsloh heiratete. Im August 1944 galt der einzige Sohn von Rudolf und Emma Beecken, geb. Meyer als vermisst. Emma Beecken stammte aus Helmstorf. Sie hörte vom Schicksal der Familie Kiehne aus Helmstorf. Die Kinder der Familie hatten bei einem Bombenangriff ihre Eltern verloren. Durch dieses Schicksal nahmen Rudolf und Emma Beecken nun Werner Kiehne aus Helmstorf mit nach Ramelsloh und vererbten ihm den Hof.

1973 hat Werner Kiehne den Stoffs-Hof voll übernommen. Er musste den vermissten Rudolf Beecken nun als tot erklären lassen.

1954 heiratete Werner Kiehne die aus Ramelsloh stammende Gerda Landahl. Bis 1987 bewirtschafteten sie den Hof. Danach wurde das gesamte Vieh verkauft und das Land verpachtet.

Werner Kiehne starb 1998. Seitdem wohnt seine Witwe Gerda Kiehne mit dem jüngsten Sohn Norbert auf Stoffs-Hoff.

übernommen von Jörg Gennert

 

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